.BUSINESS SIDE

Job

Durch meine Interessen und Hobbys, welche sehr techniklastig sind und meiner Affinität zu Computern war mir schon früh klar, dass ich es unbedingt irgendwie beruflich in die Informatik schaffen muss.

Leider spielten die Arbeitgeber nicht mit und trauten es mir aufgrund diverser unterschiedlicher Gründe nicht zu. Daher hängte ich an die Realschule noch die einjährige Berufsfachschule Informatik und nach weiteren erfolglosen Bewerbungen im Anschluss noch ein Fachabitur in Wirtschaft dran. Leider klappte es trotz der zusätzlich gewonnenen Erfahrung und Qualifikationen immer noch nicht und ich begann vorerst eine Lehre als Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik (ehemals Elektriker) in der Firma meines Vaters. Allerdings bewarb ich mich in meinem Traumbereich noch weiterhin und schon während des ersten Lehrjahres klappte es endlich und ich hatte eine Ausbildungsstelle als IT-Systemkaufmann bekommen. Die Lehre bei meinem Vater brach ich dann ab.

Die Ausbildungsstelle war genauso wie ich es mir immer vorgestellt hatte. Ich hatte so viel Spaß und fand mich endlich in meinem Wunschberufsumfeld wieder. Aufgrund meiner Vorbildung sollte ich gleich auf zwei Jahre Ausbildungsdauer verkürzen. Ich tat dies und schloss meine Ausbildung 2008 ab. Dies war auch mein Glück, da mein Ausbildungsbetrieb nur wenige Tage später Insolvenz anmelden musste. Daher konnte ich auch leider nicht übernommen werden und fand auch vorerst nichts neues, da es zu dieser Zeit anderen Betrieben nicht viel anders ging. 2008 fing nämlich gerade die Weltwirtschaftskrise an und kaum ein Betrieb stellte noch ein, erst recht nicht einen ehemaligen Azubi ohne Berufserfahrung.

So fing ich vorübergehend wieder bei meinem Vater als Elektrohelfer an. Durch die einst angefangene Lehre und auch diverse andere Praktika in seinem Betrieb, habe ich von den meisten Tätigkeiten gute Fachkenntnisse und konnte so gut und eigenständig mitarbeiten. Da ich allerdings gerne wieder in meinem erlernten Beruf tätig sein wollte, beschloss ich nachdem sich die Weltwirtschaftskrise weitestgehend gelegt hatte, mich noch einmal in dieser Richtung Fortbilden zu lassen und so aufzuzeigen, dass meine Fachkenntnisse auf aktuellem Stand sind.

In einer sechsmonatigen Schulung erwarb ich einige Zertifikate, welche meine Lernbereitschaft aufzeigten und mein IT-Potential für den technischen Teil meines Berufes unterstreichen. Denn kaufmännisch habe ich in meinem Ausbildungsbetrieb eher weniger gemacht und in diesem Bereich als z.B. als Vetriebsmitarbeiter keine Erfahrungen gesammelt. Schon kurz nach Abschluss der Fortbildung fand ich in einem Betrieb Arbeit, in dem ich schon immer einmal arbeiten wollte. Somit verließ ich wieder den Betrieb meines Vaters, diesmal aber auch mit ein bisschen Wehmut, da ich mich doch schon sehr integriert hatte und auch durch die ganze gewonnene Routine mich mit dem Tätigkeitsumfeld angefreundet hatte. Auch das faire Miteinander zwischen Kollegen aber auch Handwerkern anderer Betriebe ist einmalig und es ist immer Hilfsbereitschaft und Teamwork selbst Betriebsübergreifend vorhanden.

In dem riesigen und modernen IT-Unternehmen mit Hauptsitz in Gifhorn war ich richtig glücklich, es gab nur ein Manko und das war das Gehalt, denn dies reichte bei weitem leider nicht zum Leben.
Da ich ja trotzdem in dem Unternehmen sehr zufrieden war, hatte ich bis auf einem Unternehmen, welches sehr nah an meinem Wohnsitz liegt, in allen Betrieben die weiteren Vorstellungsgespräche abgesagt. Dieses eine Vorstellungsgespräch wollte ich noch mitnehmen und musste feststellen, dass dies die bessere Alternative ist und habe nach 4 Monaten den Betrieb gewechselt. Jetzt verdiene ich etwas mehr Geld, muss nicht mehr so weit zu meiner Arbeitsstelle pendeln und bin im öffentlichen Dienst fest angestellt. Klar nichts ist perfekt und es gibt auch negatives aber das Positive überwiegt. Es ist nun z.B. alles etwas komplizierter und bürokratischer, Projekte können nicht mal eben so spontan erfolgen wie ich es sonst gewohnt war aber daran gewöhnt man sich. Schön ist allerdings, dass mein Tätigkeitsfeld jetzt sehr breit gefächert ist und ich über den First-Level-Support auch im 2nd-Level und überall sonst mitarbeiten kann. Es gibt immer etwas zu tun, da wie nur zwei Mitarbeiter, ein Abteilungsleiter und seit neustem eine Auszubildende. Dies alles trifft auf ca. 500 Mitarbeiter (insgesamt ca. 2000 Mitarbeiter inkl. der Beschäftigten) und ca. 400 PC/Notebook-Systeme, 250 Drucker und über 40 Server. Auch sonst umfasst das Tätigkeitsfeld von der Betreuung der Client-und Server- Systeme bei Hard-/Software Anschaffungen & Problemen auch den Ausbau und die Instandhaltung des Netzwerks, sowie auch z.B. die Betreuung der Telefone, Handys und Smartphones. Ich bin im Innen- und Außendienst tätig, kann mir meinen Tag frei einteilen und habe größtenteils immer direkt mit Menschen zu tun. Ähnlich war es in meinem Ausbildungsbetrieb auch der Fall und ich hatte es mir immer so sehr zurück ersehnt. Meine Kollegen und mein Chef sind nett, wie auch alle anderen Mitarbeiten mit denen man zu tun hat und es macht einfach Spaß dort zu arbeiten.

Mal sehen wie es in ein paar Jahren aussieht. Zurzeit bin ich allerdings sehr zufrieden, das Gehalt könnte als „Facharbeiter“ mit einem so großen Aufgabengebiet und Verantwortung jedoch etwas höher ausfallen. Zurzeit ist es aber nur ein gedankliches Kopf-Manko. Ein Wunsch war es ja auch immer mal Peine zu verlassen und einfach nur wegzuziehen. Am liebsten Neuseeland aber eine etwas größere Stadt in Deutschland wäre auch schon etwas, nur hautpsache weg aus diesem Kaff, welches mir bisher so viel Negatives angetan hat. Was mich bisher immer noch hier gehalten hat war der Bezug zu meiner Familie und zur Feuerwehr… jetzt kommt seit 2012 noch die tolle Arbeitsstelle hinzu. Es ist ein für und wider ob ich das alles nur für ein kleines Abenteuer aufgeben sollte. Es wird die Zeit entscheiden.

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