.chasing & weather

Also vorweg ich liebe das Wetter, dies ist bei mir anscheinend angeboren! 😀

Als ich klein war wurde mir immer viel vorgelesen und von meiner Mutter musste ich mir sagen lassen, dass ich mit 1 1/2 Jahren gefragt wurde welches Buch ich mir denn mal wünschen würde, also über was es handeln sollte… und klein André antwortete über das Wetter! Schon damals war die Faszination sichtbar, die Buchhändlerin war sehr beeindruckt und hatte große Mühe ein Kinderbuch über das Wetter zu finden, doch sie schaffte es letztendlich.

Ich weiß noch wie ich als Kind mit meiner Oma bei jedem Gewitter auf ihrem Balkon stand und fasziniert den Naturschauspielen zugeschaut und zugehört hatte. Als dann der Film Twister erschien war ich darin bestätigt, dass es noch andere Gleichgesinnte geben muss, aber ohne Internet war man immer noch in seiner kleinen Welt gefangen. Als dann am 29.06.1997 ein Unwetter über das Peiner Land hinweg zog, war ich endgültig von diesem Wetterschauspielen beeindruckt. Denn was in dieser Nacht geschah war einfach nur Krieg, etliche Blitze zuckten im Sekundentakt über den Nachthimmel, sodass die Nacht zum Tag wurde und die Donnerschläge dröhnten so extrem das die Scheiben vibrierten. Am nächsten Morgen kam dann allerdings auch die Schattenseite dieser Naturgewalten zu Tage, denn es gab verheerende Materielle Schäden und auch in der Natur war nichts mehr, so wie es einmal war. Es knickten sogar Strommasten um, welche zu Stromausfällen führten, viele Straßen waren nicht befahrbar, wodurch dann „leider“ auch die Schule ausfiel. 🙂

Als ich dann 2003 mit 18. einen Führerschein hatte und über ein altes Auto verfügte, habe ich im Internet immer auf dem Regenradar nach Gewittern Ausschau gehalten, habe mir die Daten auf meinen PDA geladen und bin dann los gefahren in Richtung des Kerns – immer auf der Suche nach einem vergleichbaren Gewitter von jener Nacht aus dem Jahre 1997. So zogen viele Jahre ins Land, doch als ich dann Ende 2007 eine Dokumentation über Stormchaser in Deutschland sah, war ich schlichtweg begeistert. Der Gedanke das es auch hier in Deutschland Leute gibt die sich mit dem Wetter so beschäftigen wie in den USA war toll. Ich fing an zu googeln, fragte mich warum ich das nicht schon vorher gemacht hatte, und fand diverse Seiten. Ich meldete mich bei Skywarn & SCE an und durchsuchte die Foren nach Leuten aus der Nähe, ich musste sie unbedingt kennenlernen. Und siehe da Stormchasing Harz Heide – die meisten aus Peine und der näheren Umgebung – die Hoffnung wurde bestätigt. Ich wollte sie aber nicht direkt anschreiben, also schrieb ich in den Vorstellungsbereich und wartete darauf, dass ich gefunden werde. Schon am nächsten Tag erhielt ich von Vincent G. dem Gründer des Teams eine Nachricht, ob ich bei ihnen nicht mitmachen wolle? Nun war der Weg in die schönsten Jahre meines Lebens geebnet. Ich beschäftigte mich ab jetzt professionell mit dem Thema. Ich lernte die Wolkenarten kennen und das ich früher immer mit dem Auto einen „Core Punch“ versucht hatte und das man dies vermeiden sollte, da es sehr gefährlich sein kann.

Da man in diesem Hobby auch viel Dokumentiert und ich die Fotografie bisher auch immer mochte, es aber immer auf gute Handy-Cams beschränkt hatte, beschloss ich mir gleich eine DSLR zu besorgen. Über die Jahre habe ich mir einiges an Material zusammen gekauft. Vom perfekten Chasing-Car bis zum Windmesser ist alles dabei, dies möchte ich aber im separaten Punkt „.chasing equitment“ behandeln.

Im Team Stormchasing Harz Heide sind viele professionelle und sehr engagierte Leute, die auch letztendlich den schulischen/Studium und beruflichen Werdegang dem Wetter widmeten. Auch sehr technikaffine Mitglieder die sehr gute Fotos & Videos wie auch diese hammermäßig nachbearbeiten können sind da dabei. Der Erfolg des Teams ließ nicht lange auf sich warten und das Team bildete mit wenigen anderen Teams die Speerspitze des deutschen Stormchasings, auch die Medien wurden aufmerksam auf das Team. Letztendlich führte dies dazu das das schöne Team mit besten Freunden von damals von damals so Professionell wurde, dass von einem permanente Rufbereitschaft verlangt wurde. Die Chasing fahren gingen immer auf der Suche nach dem perfekten Material bis nach Bayern oder ins benachbarte Ausland. Mein Beruf hat leider Vorrang und ich kann nicht die ganze Nacht auf Blitzjagt gehen, auch bedeutet für mich Stormchasing Harz Heide das man in der Region Harz Heide bleibt, sonst hätte man sich gleich Chasingteam Europa nennen können. Naja es wurde immer mehr Unmut gegenüber Leuten wie mir laut, die nicht mitmachten und für mich sollte ein Hobby Spaß machen, mit diesem Druck und Sticheleien mir gegenüber traf ich Ende 2013 die Entscheidung wieder eigenen Weges zu gehen. Dennoch war es die schönste und tollste Zeit meines Lebens, mein Herz gehört diesem Team und ich wünsche allen alles erdenklich Gute für die Zukunft. Ich werde immer bei euch sein und vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja mal bei dem ein oder anderen Chasing-Point.

 

Apropro – netter Nebeneffekt: für Stormchaser gibt es kein schlechtes Wetter! Entweder es ist ein schöner Tag für Outdoor-Aktivitäten oder es ist Stormchaser Wetter. Nur ewiges graues Dauerregenwetter ist nicht so schön, aber in der Zeit kann man ja auch mal seine Fotos auf Vordermann bringen und diese Seite pflegen! 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.